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17.09.2015 10:20 Alter: 7 yrs
Kategorie: 4-2015, Verantwortliche Unternehmensführung, Pressemitteilung future

DemografieFit-Teilnehmer Rinn-Beton für Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert

Gerade einmal drei Jahre ist es her, dass sich die Geschäftsleitung von Rinn Beton- und Naturstein verpflichtete, eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln. Nun ist der Hersteller für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2015 nominiert. Rinn nahm 2012 am future-DemografieFit-Projekt Mittelhessen teil.


Rinn Beton Geschäftsleitung

Mit future-Projekten zur Nachhaltigkeit: 2012 war die Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG eines von acht Projektunternehmen in der Region Mittelhessen, die am Demografiefit-Projekt von future teilnahmen. Im gleichen Jahr entschloss sich die Geschäftsführung zu einer konsequenten Nachhaltigkeitsstrategie.

Von rund 500 Unternehmen, die sich um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2015 bewarben, gehört Rinn in der Kategorie ?Deutschlands nachhaltigste mittelgroße Unternehmen? zu den drei Top-Unternehmen. Basis der Bewerbung ist der im August 2015 erschienene zweite Nachhaltigkeitsbericht von Rinn, der über erreichte Meilensteine, Ziele und Erfolge berichtet. Seit 2014 produziert Rinn als erster Hersteller von Betonsteinprodukten an allen Produktionsstandorten in Hessen und Thüringen CO2-neutral. Damit übernimmt Rinn eine Vorreiterrolle in der Betonindustrie und setzt Standards in Sachen nachhaltige Baustoffe.

Dies wurde vor allem durch die Eigenstromerzeugung in der werkseigenen Photovoltaikanlage, die bis Ende 2015 voraussichtlich rund 10 % des Strombedarfs im Werk Heuchelheim abdecken wird, eine Geothermieanlage sowie die Wärmerückgewinnung bei der Drucklufterzeugung erreicht. Darüber hinausgehender Strombedarf wird durch den Bezug von Ökostrom aus Wasserkraft gedeckt. ?Die Energiewende bei Rinn hat durch konsequente Umsetzung von Effizienzmaßnahmen und Nutzung regenerativer Energie die Emissionen von Treibhausgasen in der Produktion seit 2012 um 53,5 % gesenkt?, fasst Geschäftsführer Christian Rinn zusammen. Außer der CO2-neutralen Produktion werden auch die Rohstoffe bei Rinn CO2-neutral angeliefert. Ab 2016 soll auch eine klimaneutrale Produktauslieferung gewährleistet sein. Ziel bis 2020 ist es, ein klimaneutrales Produkt zu schaffen, das auch die Gewinnung und Verarbeitung der Rohstoffe in der vorgelagerten Produktionskette berücksichtigt.

Rinn stellt Betonsteine für Gärten, Fußgängerzonen, Plätze und andere öffentliche Bereiche her. Das Sortiment umfasst ca. 1300 Lagerartikel sowie Maßanfertigungen. Als Familienunternehmen produziert Rinn in drei Werken mit mehr als 430 Mitarbeitern. Die Jury begründet die Nominierung von Rinn unter anderem damit, dass im sozialen Bereich die Sicherung von Fachkräften im Kontext des demographischen Wandels ein Thema ist und dass im Einkauf fast ausschließlich Rohstoffe aus Deutschland und von werksnahen Lieferanten verwendet werden. Dabei sind Naturschutzmaßnahmen ein Kriterium für die Lieferantenauswahl.

Rinn erhöht zudem zukünftig den Einsatz von Rezyklaten, z. B. aus Abfällen, Altpflaster und Staub, von 5 Prozent (711 t) auf 50 Prozent und nutzt darüber hinaus zu 58 Prozent (40 kt) klinkerreduzierten Zement (CEM II) mit niedrigerer CO2-Bilanz. Im Kernbetrieb konnten umfassende Reduktionen erzielt werden: Die Wasserintensität sank um 45 Prozent (13.000 m3) u.a. durch 50 Prozent Regenwassernutzung, dank Wärmerückgewinnung, Gebäudesanierung und Luftfilter konnte der Energieverbrauch um 12 Prozent reduziert werden und mit erneuerbaren Energien, u.a. einer 333 kWp Photovoltaikanlage, wurden 53 Prozent (17 kt) CO2-Emissionen eingespart. Dank CO2-Kompensation ist die Produktion schon heute klimaneutral. Zudem werden Recycling- sowie Mehrwegverpackungen genutzt.

In den Unterstützungsfunktionen setzt Rinn auf energieeffiziente, mit Geothermie klimatisierte Gebäude. Schon jetzt werden Elektroautos und -räder eingesetzt, bis 2018 sollen 50 Prozent des Fuhrparks elektrisch sein. Rinn positioniert sich als attraktiver Arbeitgeber und bietet ein Eintrittsgehalt 35 Prozent über dem Mindestlohn, eine familienfreundliche Kultur, Unterstützung bei gesundheitlichen Problemen und möchte den Anteil weiblicher Führungskräfte verdoppeln. In der Nutzung erhöhen die Baustoffe Lebens- und Aufenthaltsqualität im öffentlichen und privaten Raum, sind kostengünstig in Unterhalt und Pflege und können helfen, Aufheizung in Städten zu reduzieren ? und das mit 30 Jahren Garantie und bis zu 50 Jahren Lebensdauer.

Als Ziele setzt sich Rinn für die Einführung des ?Blauer Engel? für Betonstein ein und plant die Markteinführung eines Ökopflastersteins (80 Prozent Recycling, 0 Prozent Trinkwasser, klimaneutral).