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< Engagement für Energieeffizienz lässt nach
02.07.2015 17:51 Alter: 4 yrs
Kategorie: 3-2015, Soziale Verantwortung

Energieversorger schätzen die Bürgerbeteiligung

Kommunale und regionale Energieversorger messen der Bürgerbeteiligung für den Erfolg der Energiewende große Bedeutung bei. Das zeigt eine Umfrage, die der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) gemeinsam mit dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) Potsdam durchgeführt hat.


Befragt wurden im März 2015 die im VKU organisierten Stadtwerke: 91 Prozent der Befragten schätzen die Bürgerbeteiligung für das Gelingen der Energiewende als ?wichtig? oder ?sehr wichtig? ein. Insgesamt beteiligten sich von 765 angefragten Unternehmen knapp 100 und damit 13 Prozent. Die Umfrage ergab, dass knapp die Hälfte der befragten Unternehmen in den letzten zehn Jahren Erfahrung mit der Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern in Planung, Bau und Betrieb von Energieinfrastrukturprojekten gemacht hat - vor allem in den Bereich Solarstrom (67 Prozent), Windenergie (35 Prozent) und Biomasse (28 Prozent).

Bei der Umfrage ging es einerseits um eine Einschätzung zur Bedeutung von Bürgerbeteiligung für die Energiewende und um konkrete Erfahrungswerte im Rahmen der Planung sowie bei der Realisierung von Energieinfrastrukturprojekten. Dabei wurde Bürgerbeteiligung im ersten Teil der Befragung bewusst breit definiert, um Erfahrungen mit Ansätzen der finanziellen Teilhabe z. B. über Sparbriefe, wie auch der informellen, gesetztlich nicht geregelten Bürgerbeteiligung zu erfassen. Ein Teil der Befragung ging spezifisch auf die Beteiligungspraxis der informellen Bürgerbeteiligung, z. B. mittels Runden Tischen, Zukunftskonferenzen oder Bürgerversammlungen, ein. Mehr als 80 Prozent der Stadtwerke beteiligen die Bürger informell, das heißt außerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren zur Öffentlichkeitsbeteiligung.

Als weiteres interessantes Ergebnis zeigt die Umfrage, dass bei 86 Prozent der Unternehmen die Entscheidung, die Bürger in geplante Energieinfrastruk-turvorhaben einzubinden, auf eigener Initiative beruht. 48 Prozent gaben an, dass die Kommune als Eigentümerin eine große Rolle bei der Entscheidung gespielt habe. Finanzielle Gründe nannte nur circa jedes fünfte Unterrnehmen als Beweggrund, die Bürger an Energieinfrastrukturprojekten zu beteiligen. Auch in der Zukunft werden nach Einschätzung der Befragten die Initiative der Unternehmen und die Entscheidungen der Kommunen die wichtigsten Auslöser für die Beteiligung von Bürgern an Energieinfrastrukturprojekten bleiben.

Weitere Informationen finden Sie in der Studie.