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< Auch Nachwachsende Rohstoffe kommen an ihre Grenzen
23.01.2015 13:09 Alter: 6 yrs
Kategorie: 1-2015, Soziale Verantwortung

Fortbildung, Work-Life-Balance und Flexibilität zählt mehr als Gehalt oder Beförderung

Vielen Angestellten ist es wichtiger, sich neue Fähigkeiten anzueignen, die eigene Work-Life-Balance zu verbessern und sich sozial zu engagieren als ein höheres Gehalt oder eine Beförderung zu bekommen, ermittelt eine Studie unter 230.000 Teilnehmern in 31 Ländern.


Ausschnitt aus der Studie zur Arbeitnehmerzufriedenheit

Fast die Hälfte der von der internationalen Personal-managementagentur Kelly Services Befragten (45 Prozent) zieht in Betracht, für die Möglichkeit zur Weiterbildung auf ein höheres Gehalt oder ein Vorankommen in der Karriere zu verzichten. Im europäischen Durchschnitt ist es mit 57 Prozent sogar etwas mehr als die Hälfte. Weitere 35 Prozent der Deutschen würden Abstriche in puncto Gehalt und Karriere für eine ausgewogenere Work-Life-Balance machen, 28 Prozent für flexible Arbeitszeiten und 16 Prozent für die Möglichkeit, soziale Projekte zu unterstützen.

Innerhalb Europas sind Arbeitnehmer in Portugal (72 Prozent), Polen (65 Prozent), Dänemark (63 Prozent), Belgien und Schweden (beide 61 Prozent) am ehesten bereit, Gehalt und Karriere für Fortbildung zu opfern.

Die Studie erfasst ebenfalls die Ansichten der Teilnehmer über die bevorzugte Organisationsform, Größe, geografische Verbreitung und den Managementstil ihres Arbeitgebers.

Dabei hatten 33 Prozent der Befragten in Deutschland keine Präferenz zur geografischen Ausbreitung, 33 Prozent würden am liebsten für ein weltweit tätiges Unternehmen und nur je 17 Prozent für ein nationales oder regionales Unternehmen arbeiten.

Deutlich mehr als die Hälfte (63 Prozent) arbeitet am liebsten in großen oder mittleren Unternehmen. Nur 7 Prozent bevorzugen kleine Firmen. Zudem gibt es eine klare Präferenz (71 Prozent) für etablierte Unternehmen und nur zurückhaltenden Zuspruch für Start-ups und Kleinstunternehmen (5 Prozent).

Am beliebtesten sind eine kooperative Arbeitsatmosphäre (54 Prozent) und eine Kultur der Innovation und Kreativität (35 Prozent). Ungern arbeiten die Deutschen in Unternehmen mit auf Wettbewerb ausgerichteten Strukturen, wo Gewinnmöglichkeiten, aber auch Risiken als besonders hoch wahrgenommen werden (5 Prozent).

Gute Neuigkeiten gibt es laut Studie auch für Arbeitgeber, die dem Fachkräftemangel durch Rekrutierung aus dem Ausland begegnen wollen. Die Umfrage zeigt eine hohe Mobilität der Arbeitnehmer: 59 Prozent der Befragten sind bereit, für den richtigen Job umzuziehen - 12 Prozent in eine andere Stadt, 8 Prozent innerhalb derselben Region, 14 Prozent in ein anderes Bundesland, 11 Prozent in ein anderes Land und ganze 15 Prozent auf einen anderen Kontinent.

Für die Befragten aus Deutschland ist das bevorzugte Ziel ein anderes europäisches Land (41 Prozent), gefolgt von Nordamerika (22 Prozent), Asien-Pazifik (8 Prozent), Südamerika (5 Prozent), Afrika (3 Prozent) und dem Mittleren Osten (1 Prozent).

Die ausführlichen Ergebnisse finden Sie im Bericht zur Studie Arbeitnehmerwünsche und Wandel am Arbeitsplatz.

Der Kelly Global Workforce Index ist eine internationale Studie, die Ansichten von Teilnehmern im Arbeitsmarkt zu Arbeit und Arbeitsplatz untersucht. Die Ergebnisse werden themenbezogen in Europa, Nordamerika und im Asien-Pazifik-Raum quartalsweise publiziert. 2010 erhielt Kelly Services den MarCom Platinum Award für den Kelly Global Workforce Index. Dieser honoriert außergewöhnliche Qualität, Kreativität und Ideenreichtum in der Kategorie Research/Study.

Zum aktuellen Global Workforce Index wurden etwa 230.000 Personen in 31 Ländern befragt, davon über 2.300 in Deutschland. Die Umfrage wurde zwischen November 2013 und Januar 2014 von der RDA Group im Auftrag von Kelly Services durchgeführt.