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05.12.2014 10:14 Alter: 8 yrs
Kategorie: 5-2014, Ökologische Verantwortung

Umwelt- und Nachhaltigkeitspreise 2014

Die Rauch Möbelwerke aus Freudenberg am Main sind Deutschlands nachhaltigstes Unternehmen aus dem Mittelstand. Bei den Großunternehmen konnte Miele jetzt den Sieg beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis davon tragen. Den Deutschen Umweltpreis vergab die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) in diesem Jahr an Prof. em. Peter Hennicke und Prof. Dr.-Ing. Gunther Krieg.


Am 28. 11. 2014 fand sie zum siebten Mal statt, die große Galaveranstaltung zur Verleihung des deutschen Nachhaltigkeitspreises. Neben den Genannten wurde auch die W. Neudorff GmbH KG ausgezeichnet. Das Unternehmen der Agrochemie trug den Sieg in der Kategorie nachhaltigstes Kleinunternehmen davon. Den Sonderpreis Ressourceneffizienz erhielt das Unternehmen Aquafil, das synthetische Polyamidfasern und -garne herstellt und sich bemüht, den Anteil von Recyclingmaterial für seine Produkte laufend zu erhöhen. Es begegne, so die Jury des Nachhaltigkeitspreises, mit einer neuen Art der Rohstoffgewinnung der Problematik ?Müll im Meer? und überführe sie in ein gewinnbringendes Geschäftsmodell. Als nachhaltigste Marke darf sich Gepa - The Fair Trade Company jetzt fühlen. Die Gesellschaft ist das größte Fairtrade-Unternehmen Europas und arbeite, so die Jury, kontinuierlich am Ausbau seiner Marktposition rund um den Markenkern ?Fairtrade?.

Die Rauch Möbelwerke GmbH erhielten den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 für die konsequente Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens als ganzheitliche Unternehmensstrategie im Kampf gegen demografischen Wandel und Preisverfall. Besonders beeindruckt hat die Juroren, dass trotz Rohstoffproblemen die Möbelwerke ? anders als große Mitbewerber ? ihre Rohstoffe aus Deutschland beziehen und so regionale Märkte stützen.

Deutscher Umweltpreis                 

Bereits zum 22. Mal wurde in diesem Jahr der Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) vergeben. Den höchstdotierten, unabhängigen Umweltpreis Europas konnten zwei Persönlichkeiten entgegennehmen, die sich in besonderer Weise für das Einsparen von Energie und den Schutz wertvoller Ressourcen eingesetzt haben: der Ökonom und Energieeffizienzexperte Prof. em. Dr. Peter Hennicke (72, Wuppertal) und der Wissenschaftler und Gründer der Firma UNISENSOR Sensorsysteme, Prof. Dr.-Ing. Gunther Krieg (72, Karlsruhe). Mit dem bisher nur dreimal von der DBU zusätzlich vergebenen Ehrenpreis wurde Hubert Weinzierl (78, Wiesenfelden) für sein lebenslanges Naturschutz-Engagement geehrt.

Energie-, Ressourcen- und Materialeffizienz vorangebracht

Dabei hätten die Preisträger ihre Ziele der Energie-, Ressourcen- und Materialeffizienz auf ganz unterschiedlichen Wegen verfolgt, betonte DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann im Rahmen der Preisverleihung: ?Hennicke als Wissenschaftler und ausgewiesener Experte für eine nachhaltige Energieversorgung, Krieg als erfolgreicher Unternehmer und Entwickler weltweit einmaliger Mess- und Analysesysteme, die uns für eine nachhaltige Zukunft Perspektiven aufzeigen."

Mit außergewöhnlichem Engagement und wissenschaftlicher Kompetenz habe Hennicke erfolgreich für den ökologischen Umbau des Energiesystems, das Einsparen von Energie und die ökonomische Machbarkeit einer Vollversorgung aus erneuerbaren Energien gearbeitet, unterstrich die DBU. Der Ökonom und Professor für Wirtschaftspolitik und Energiewirtschaft habe maßgeblich dazu beigetragen, die wissenschaftlichen Grundlagen für die Energiewende zu schaffen und deren politische Umsetzung in Deutschland voranzubringen. Unter seiner Leitung sei eine Neukonzipierung des Forschungsprogramms am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie erfolgt, das sich mit dem Umsetzen von Nachhaltigkeitsstrategien in die Praxis beschäftige.

Preisträger Krieg habe mit seinen einmaligen Mess- und Analysesystemen Meilensteine im produktionsintegrierten Umweltschutz gesetzt. Mit seinen revolutionären Verfahren könnten wertvolle Kunststoffe auf höchstem Qualitätsniveau wiederverwertet und Chemikalien etwa im Offsetdruck viel genauer dosiert und damit eingespart werden.

Engagement für die Energiewende

Die Preisträger selbst machten in Filmbeiträgen, die während des Festaktes eingespielt wurden, ihre Positionen und Einstellungen noch einmal deutlich. Hennicke unterstrich seine Sorgen mit Blick auf den Klimawandel. Wenn es nicht gelinge, in den nächsten zehn, 20 Jahren das Ruder rumzureißen, ?werden wir ziemlich katastrophalen Seiten als Menschheit entgegen sehen?. Andererseits wies der ?besorgte Optimist? mit Stolz darauf hin, dass die Vision einer winzigen Minderheit ? die Energiewende ? heute nicht mehr aus der Welt zu schaffen sei. Zwar fielen für heutige Generationen etwas höhere Kosten an als bisher, ?aber unsere Kinder und Enkel werden die Gewinne einfahren?, so Hennicke.