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< Mehr Mut zur Politik für Nachhaltigkeit
23.06.2014 13:36 Alter: 6 yrs
Kategorie: 3-2014, Soziale Verantwortung

Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltige Entwicklung

factory, das von future mitgegründete Magazin für Nachhaltiges Wirtschaften, ist mit zwei neuen Ausgaben online: "/-in" zur Geschlechtergerechtigkeit und "Sisyphos" zu den Aussichten für nachhaltige Entwicklung.


Die Erkenntnis ist nicht neu: Die Vielfalt zusammenarbeitender Menschen, auch Diversity-Management genannt, erhöht ihre Akzeptanz, Kreativität und mithin ihre Leistungsfähigkeiten und damit auch die ihrer Organisationen und Unternehmen. In der Praxis sind die Geschlechterverhältnisse vielerorts zementiert, die Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten verändern sich kaum, Strukturen und Stereotypen bestehen fort.

Den Blick auf die Möglichkeiten zu mehr Nachhaltigkeit durch mehr Geschlechtergerechtigkeit zu lenken, will das factory-Magazin "/-in": Mit einem einleitenden Interview über Gender und Nachhaltigkeit, einem Beitrag zu Prinzessinnenzahnpasta und Piratensuppe sowie einem Bericht über ressourcenleichtes Shopping. Dazu werden die Karriereaussichten für Nachhaltigkeitsmanagerinnen, notwendige Perspektivenwechsel und so genannte Weiberwirtschaften vorgestellt.

Wo stehen wir in Sachen Nachhaltige Entwicklung? Das ist das Thema der factory "Sisyphos". Nachhaltigkeitsaktivisten und -wissenschaftler, antworten darauf oftmals mit nüchternen Fakten ? und erklärter Enttäuschung über das bisher Erreichte. Nachhaltig wirtschaften nur wenige Tausend Unternehmen in Deutschland ? global sieht es nicht anders aus. Kein Wunder also, dass der eine oder die andere Nachhaltigkeits­engagierte, ob in Job oder Freizeit, frustriert und enttäuscht ist, denn ohne die unterstützende Politik geht im großen Maßstab nichts.

Doch so sinnlos wie die Arbeit des Sisyphos ist das Arbeiten an der Nachhaltigkeit nicht, meint 75-jährige Ernst-Ulrich von Weizsäcker im Interview: er macht Hoffnungen auf durchsetzbare Politik mit einer Ressourcensteuerreform, die auch den Rebound-Effekt im Zaum hält (siehe unsere Meldung Rebound-Effekt erklärt). Mit der Schönheit des Scheiterns tröstet der Philosoph Bernd Draser, während das Autorenteam Ax/Hinterberger/Marschütz vom Wiener SERI-Institut die Zahlen hochhält, die ein Aufgeben nicht zulassen. Annette Jensen und Ute Scheub beschreiben in der factory die glücklichen Inseln, die das Zeug zum überlebensfähigen Kontinent hätten. Hans-Jochen Luhmann nimmt die internationale Klimapolitik unter die Lupe ? und macht ebenfalls Vorschläge fürs Machbare. Der Ökonom Birger Priddat schlägt einen ganz anderen Weg in seinem Quasi-Manifest zum Anthropozän vor: den der technologisch-beschleunigten evolutionären Entwicklung der Naturbeherrschung. Der Jungwissenschaftler Benjamin Best schließt mit einer hoffnungsvollen Sicht auf seine zunehmend postwachstumsorientierte Generation.

Beide Magazine stehen kostenlos zum Download unter www.factory-magazin.de.