News

< Weniger Luftverschmutzung bedeutet geringere gesellschaftliche Kosten
12.09.2013 11:37 Alter: 8 yrs
Kategorie: 4-2013, Ökologische Verantwortung

Regionale Wirtschaft profitiert von Erneuerbaren Energien

Dass eine dezentrale Energieerzeugung gut ist für das Handwerk und die regionale Wirtschaft, behaupten ihre Vertreter immer wieder. Die aktuelle Studie des IÖW zeigt, dass auch die Kommunen davon profitieren.


Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien in Kommunen

Immer wieder wird das Erneuerbare-Energien-Gesetz kritisiert: Es würde die Falschen fördern, die Umlage auf den Strompreis sei für die Verbraucher nicht mehr tragbar. future hat in den letzten Jahren immer wieder seinen Standpunkt dazu verdeutlicht. Nun gibt es neue Ergebnisse dazu, welche Vorteile die regionale Wirtschaft und die Kommunen und Städte von der Energiewende haben.

Besonders letztere profitieren mit einem Anteil von 66 Prozent. Gerade in strukturschwachen ländlichen Regionen sei das einer der letzten Wirtschaftsmotoren, berichtet eine Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in einer Studie für Greenpeace. Die Wertschöpfung durch Wind, Sonne und Biomasse erreichte 2012 einen neuen Rekordwert von 17 Milliarden Euro.

Steigende Steuereinnahmen

Die indirekte Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien liegt demnach bei einem Gesamtwert von 25 Milliarden Euro. Darin sind die Vorleistungen der Zuliefer- und Dienstleistungsunternehmen enthalten. Sie erzeugen weitere 8,5 Milliarden Euro an bundesweiter Wertschöpfung. Dazu kommt, dass der Ausbau Erneuerbarer Energien zu höheren Steuereinnahmen, Unternehmensgewinnen und Einkommen für eine Vielzahl von Beschäftigten in Bund, Ländern und Kommunen führt.

Die Landeshaushalte erhalten 1,3 Mrd. Euro, das sind rund acht Prozent der Wertschöpfung, als Steuereinnahmen durch die Erneuerbaren, der Bund bekommt 27 Prozent davon, das sind 4,5 Mrd. Euro. Der Einsatz von Wind und Sonne spart zudem die Kosten für importiertes Öl, Kohle und Gas im Umfang von 6 Milliarden Euro. Trotz einzelner Rückschläge wie zuletzt in der Solarbranche steigerte sich die Wirtschaftskraft von 2011 auf 2012 um rund zehn Prozent. Aufgrund der Krise in der Solar- und Biogasbranche sank jedoch die Zahl der direkt Beschäftigten verglichen mit dem Jahr 2011 um zehn Prozent auf 166.000.

Verteilte Arbeitsplatzförderung

Rund zwei Drittel der Wertschöpfung und der Arbeitsplätze entstanden in den Bereichen Installation, Planung und Betrieb regenerativer Anlagen. Die Arbeitsplätze verteilen sich über das ganze Bundesgebiet. Der Anlagenbau, der auf wenige Kommunen konzentriert ist, stellt ein Drittel der direkt Beschäftigten. Die Gesamtzahl der Arbeitsplätze bezifferte das Bundesumweltministerium sogar mit 377.800, einschließlich der Zuliefer- und Dienstleistungsbetriebe, die Vorleistungen für die EE-Branchen bereitstellen.

Mit rund 16 Milliarden Euro und 68 Prozent an der gesamten Wertschöpfung aus Erneuerbaren Energien trugen Solarstrom und Windenergie den weitaus größten Teil bei. Bis zum Jahr 2030 könnte die Wirtschaftsleistung durch Erneuerbare Energien laut Studie bei gleich bleibendem Ausbautempo um weitere 50 Prozent zunehmen.