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17.06.2014 23:04 Alter: 6 yrs
Kategorie: 3-2014, Soziale Verantwortung

Arbeitsmarktchancen älterer Arbeitnehmer sind leicht gestiegen

Die Erwerbstätigkeit der Generation 55Plus zeigt sich eher in länger andauernden Beschäftigungsverhältnissen als in einer wachsenden Zahl von Neueinstellungen.


Die Altersungleichheit bei Einstellungen sei zwar leicht zurückgegangen, aber ein grundlegender Wandel der Arbeitsmarktchancen zugunsten älterer Arbeitnehmer ist noch nicht zu erkennen. Zu diesem Schluss kommt das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) im aktuellen Altersübergangs-Report. Vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen seien die Chancen für die Arbeitnehmer, die älter als 55 Jahre sind, gestiegen, eine Stelle zu bekommen.

Die zunehmende Erwerbsbeteiligung Älterer des letzten Jahrzehnts spiegelt sich bislang nicht in steigenden Eintrittsraten wider, heißt es in dem Report. Da hohe Eintrittsraten in der Regel das Spiegelbild von hohen Austrittsraten und mithin Ausdruck einer hohen Fluktuation sind, bedeute dies, dass die steigende Erwerbstätigkeit Älterer eher auf eine Verlängerung der Erwerbsphasen in bestehenden Jobs und nicht oder nur nachrangig auf häufigere Einstellungen von älteren Bewerberinnen und Bewerbern zurückzuführen ist .

Insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen scheinen sich die Chancen für Ältere, eingestellt zu werden, jedoch verbessert zu haben.

Erst die kommenden Jahre werden jedoch zeigen, ob diese Beobachtung, die sich am aktuellen Rand abzeichnet, der Beginn eines längeren Trends ist. Zu erwarten ist jedenfalls, dass es aufgrund der ?Normalisierung? von Erwerbstätigkeit jenseits von 55 und zunehmend auch von 60 Jahren zu häufigeren Eistellungen Älterer kommen wird. Wegen der ?Ent-Flexibilisierung? des Renteneintritts (weniger Rentenarten, höheres Eintrittsalter) sei zusätzlich zu erwarten, dass relativ mehr Ältere als früher aktiv eine neue Beschäftigung suchen, statt nach einem Arbeitsplatzverlust in Rente abzuwandern oder in vorruhestandsförmiger Arbeitslosigkeit zu verharren.