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12.06.2014 18:46 Alter: 6 yrs
Kategorie: 3-2014, Ökologische Verantwortung

Nachfrage nach naturverträglichen Produkten stärken

Beim Einkaufen auf Naturverträglichkeit zu achten, das will die neue Initiative "Nachhaltiger Konsum und biologische Vielfalt" den Verbraucherinnen und Verbrauchern näher bringen.


Den Startschuss für einen neuen, breit angelegten Dialogprozess gaben das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) Anfang Juni beim 6. Nationalen Forum zur Biologischen Vielfalt in Berlin.

Dabei machte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) deutlich: ?Wir sind auf Produkte aus der Natur angewiesen. Dazu gehören Lebensmittel, Heilkräuter und Textilien aus natürlichen Fasern. Unser Konsum beeinflusst aber auch den Zustand der biologischen Vielfalt: Papier wird aus Holz hergestellt, Gartenerde oft mit Hochmoortorf und die Produktion des Smartphones kann den Lebensraum der letzten Gorillas dieser Welt beeinflussen. Wir wollen daher nach Wegen suchen, wie man naturverträgliche Produkte im Markt stärken kann." Nachhaltiger Konsum sei eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft, bei der es um ?Werte, Wissen und Verhaltensroutinen? gehe. Damit sich privater Konsum und öffentliche Beschaffung deutlicher als bisher in Richtung Nachhaltigkeit und Naturverträglichkeit verändern, müssten die gesellschaftlichen Akteure gemeinsam aktiv werden. Die Bundesregierung leiste Unterstützung im Rahmen ihrer ?Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt?.

Dass es in der Bevölkerung erhebliche Wissensdefizite zur Naturverträglichkeit von Produkten gibt, hatte erst kürzlich eine Studie zum Naturbewusstsein der Deutschen deutlich gemacht, die das Bundesamt für den Naturschutz in Auftrag gegeben hatte. Danach hat rund die Hälfte der Befragten das eigene Wissen um die Auswirkungen des Konsums auf die Natur mit ?ich weiß nichts? oder ?ich weiß wenig darüber? eingeschätzt. Auch hat die Studie festgestellt, das ein wichtiges Hindernis für den Kauf naturverträglich hergestellter Produkte deren als zu hoch eingeschätzte Preis ist.

Beim Forum zur Biologischen Vielfalt wies die Präsidentin des BfN, Professorin Beate Jessel, auf die vielfältigen Möglichkeiten hin, die Verbraucherinnen und Verbraucher haben,  über ihr Kauf- und Konsumverhalten einen Beitrag zur Sicherung der biologischen Vielfalt zu leisten. ?Sich bewusst für naturverträglich erzeugte Produkte zu entscheiden, ist zugleich ein Statement gegen eintönige Monokulturen und Ressourcenausbeutung und für gute Lebensqualität?, so die BfN-Präsidentin.