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28.09.2013 15:16 Alter: 8 yrs
Kategorie: 4-2013, Verantwortliche Unternehmensführung

Mehr CSR-Engagement von Unternehmen gefordert

Das freiwillige Engagement europäischer Unternehmen in Sachen CSR (Corporate Social Responsibility) wirkt positiv auf eine nachhaltige Entwicklung in den Bereichen Arbeitsplatzqualität und Umwelt. Es reicht nach Auffassung des Öko-Instituts jedoch nicht aus, um die Nachhaltigkeitsziele der Europäischen Union zu erreichen. Es ruft deshalb die Politik auf, regulatorisch stärker einzugreifen.


Im Rahmen des großen europäischen Forschungsprojekts IMPACT haben die Projektpartner quantitative und qualitative Daten von Unternehmen der letzten Jahre verglichen, die als Indikatoren für Nachhaltigkeit von Bedeutung sind, beispielsweise deren CO2-Emissionen oder den Rohstoffverbrauch. Ziel des Projekts war es, herauszufinden, ob CSR-Maßnahmen von Unternehmen einen Beitrag dazu leisten, die EU-Ziele der Strategien von Göteborg und Lissabon zu erreichen: Wachstum, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, hohe Arbeitsplatzqualität, sowie ökologische Nachhaltigkeit. Eine eindeutige Antwort, ob CSR auch zu einem ökonomischen Gewinn führt, lasse sich nicht pauschal geben, so dass Öko-Institut, sondern nur für jedes einzelne Nachhaltigkeitsthema.

Nachhaltigkeitsthemen haben hohe Relevanz

Ein weiteres Ergebnis: Fast alle kleinen, mittleren und großen Unternehmen geben an, eigene CSR-Aktivitäten zu verfolgen und ein Bewusstsein für die meisten der in einer Befragung vorgeschlagenen Nachhaltigkeitsthemen zu besitzen. Das führe aber nicht immer dazu, dass Unternehmen auch aktiv werden. So seien zum Beispiel die Problematiken, die mit dem hohen Bedarf an kritischen Rohstoffen einhergehen, den Verantwortlichen in der Automobilindustrie durchaus bewusst. Dennoch verneinten die Befragten, hier aktiv gegenzusteuern. Die gleiche Mechanik konnte zum Thema Wasserbrauch in der Bekleidungsindustrie festgestellt werden.

Mehr politische Steuerung nötig

Die Studienergebnisse wiesen eindeutig darauf hin, dass das bisherige Vertrauen in Selbstverpflichtungen oder freiwillige Einzelmaßnahmen der Industrie nicht ausreichend sind. Das Öko-Institut fordert deswegen die Politik auf, das verfügbare Instrumentarium besser auszunutzen, regulatorisch stärker einzugreifen und wenn nötig auch vor härteren Maßnahmen wie Mindeststandards oder Verboten nicht zurückzuschrecken.