future-Newsletter März 2012

10.02.2012

Die deutsche Wirtschaft wächst immer nachhaltiger

Deutschland hat auf dem Weg zu umweltverträglichem Wachstum erhebliche Fortschritte gemacht. Zu diesem Ergebnis kommt der Umweltwirtschaftsbericht 2011.

Der vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt (UBA) im Januar veröffentlichte Bericht stellt fest, dass heute zum Erwirtschaften der gleichen Erträge deutlich weniger Rohstoffe, Flächen und Energie benötigt werden. Außerdem würden weniger Schafstoffe ausgestoßen als noch vor zehn Jahren.

Der Report dokumentiert die kontinuierlich zunehmende Bedeutung der Umweltbranche innerhalb der deutschen Wirtschaft und bestätigt die Vorreiterrolle deutscher Unternehmen auf diesem Gebiet. Die Produktion von Umweltschutzgütern in Deutschland ist danach weiter überdurchschnittlich gewachsen und erreicht inzwischen ein Produktionsvolumen von fast 76 Milliarden Euro. Mit einem Welthandelsanteil von 15,4 Prozent liegt Deutschland auf einem Spitzenplatz beim Export von Umweltschutzgütern. Nach jüngsten Berechnungen gibt es knapp zwei Millionen Beschäftigte in der Umweltwirtschaft ? ein neuer Höchststand.

Zugpferd dieser dynamischen Entwicklung waren laut Umweltministerium und UBA die erneuerbaren Energien. Auch während der weltweiten Wirtschaftskrise legte dort die Güterproduktion zu ? und zwar gegen den allgemeinen Trend. Der Weltmarkt für umweltfreundliche Energietechnologien soll sich nach einer Prognose von Roland Berger bis 2020 fast vervierfachen, für die erneuerbaren Energien wie Photovoltaik, Solarthermie, Biogasanlagen und Windenergie werden jährlich weltweite Wachstumsraten des Umsatzes von 15 bis über 30 Prozent erwartet.

Der Umweltwirtschaftsbericht zeige, dass der Umweltschutz in Deutschland eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte sei. Das Land habe bei der ökologischen Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft schon viel erreicht: Zwischen 1990 und 2010 stieg die Energieproduktivität um 38,6 Prozent, die Rohstoffproduktivität sogar um 46,8 Prozent. Erfreuliche Entwicklungen gab es auch bei den Luftschadstoffemissionen: Gegenüber 1990 konnten sie im Berichtzeitraum um 56,4 Prozent verringert werden. Bei der Verwertung von Abfällen und seiner umweltfreundlichen Beseitigung ist Deutschland ebenfalls Vorbild: Rund 90 Prozent der Bauabfälle und 63 Prozent der Siedlungs- und Produktionsabfälle werden bereits recycelt.

Der Umweltwirtschaftsbericht stützt sich auf zahlreiche Forschungsvorhaben und Zahlenmaterial von statistischen Ämtern. Er ist kostenlos zu beziehen beim UBA: http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/4210.html oder beim BMU unter www.bmu.de/umweltwirtschaftsbericht.