future-Newsletter September 2011

11.09.2011

Schnelle Einigung zur energetischen Gebäudesanierung gefordert

Die Baubranche, soweit sie in der "Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea)" mitwirkt, fordert die Bundesregierung auf, den Vermittlungsausschuss zwischen Bundestag und Bundesrat anzurufen, um für die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung schnell eine gemeinsame Lösung zu finden.

Die Länderchefs hatten vor der parlamentarischen Sommerpause den ersten Entwurf der Regierung für eine entsprechende Förderung abgelehnt. Neben einer Erhöhung der Gesamtfördersumme für die energetische Gebäudesanierung auf fünf Milliarden Euro, hatten die Länder verlangt, dass die steuerliche Absetzbarkeit der Sanierungsmaßnahmen nicht zu ihren Lasten gehen dürfe.

Begründet wurde die Ablehnung unter anderem mit den zu erwartenden Steuerausfällen von insgesamt 1,5 Milliarden Euro, von denen rund 900 Millionen Euro die Länder zu tragen hätten. Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) bemängelt: "Die zu erwartenden positiven Effekte werden vollkommen außer Acht gelassen. Denn von einer steuerlichen Sanierungsförderung profitieren neben den Bürgern und der Wirtschaft auch der Staat.?

Jeder Euro, den der Staat für die Förderung energetischer Sanierungen aufwendet, löse etwa das Sechsfache an Investitionen aus, die überwiegend in die regionale Wirtschaft fließen. Die öffentliche Hand profitiere von Einnahmen in Form von Mehrwert-, Lohn- und Einkommenssteuer sowie Gewerbe- und Körperschaftssteuer. Zudem würden Arbeitsplätze geschaffen und gesichert, was Sozialbeiträge generiert und Ausgabepositionen zum Beispiel im Bereich des Arbeitslosengeldes senkt. (gk)

Weitere Informationen: www.dena.de/presse